Deutscher Slavistenverband

Der Verband und seine Aufgaben

1) Allgemeine Informationen

Der Slavistenverband vertritt die Interessen seiner Mitglieder, d.h. der auf Professuren berufenen, der habilitierten, der promovierten und promovierenden Slavisten und Slavistinnen. Seine Aufgaben sind lt. Satzung, § 2:

"1) die Slavistik in Forschung und Lehre an den Universitäten und Hochschulen zu fördern und ihre Ergebnisse zu verbreiten; 2) die Interessen der Slavistik in der Öffentlichkeit und gegenüber Wissenschaftsorganisationen sowie Politik zu vertreten und zu fördern."

Der Verband vertritt damit die Mitglieder auch gegenüber Stiftungen, Ministerien und gegenüber anderen nationalen und internationalen Slavistenverbänden.

Dem Slavistenverband gehören derzeit als (habilitierte oder auf eine Professur berufene) Mitglieder praktisch alle Fachvertreter an den deutschen Hochschulen an, an denen die Slavistik als Fach vertreten ist. Ebenso gehört dem Verband die überwiegende Mehrzahl der promovierten Slavistinnen und Slavisten an, die an deutschen Universitäten tätig sind. Der Verband hat sich 2014 mit einer Satzungsänderung auch für an deutschen Universitäten promovierende Slavisten und Slavistinnen geöffnet.

Frühere Mitglieder, die nach Fortgang aus der Bundesrepublik Deutschland ihre hier erworbene Mitgliedschaft nicht aufgegeben haben, können als "auswärtige Mitglieder" weiterhin dem Verband angehören.

Die Mitgliederzahl betrug Ende 2014 über 250 Mitglieder (Professoren/innen, Privatdozenten/innen, Promovierte).

2) Vorstand: siehe hier. Zur Geschichte des Verbandes siehe hier.

3) Aktivitäten

Die Mitglieder treffen sich einmal jährlich zur Jahresversammlung, die im Wechsel in verschiedenen Universitätsstädten Deutschlands abgehalten werden; sofern im gleichen Jahr ein Slavistentag stattfindet, finden Jahresversammlung und Kongreß zeitgleich statt.

Bei Bedarf bildet der Verband Kommissionen für bestimmte Aufgaben. So hat es etwa eine Kommission für die Bibliographie der deutschen Slavistik gegeben, Kommissionen für "kleine" Fächer (z.B. Sorbische oder Slovenische Philologie) oder die Kommission "Konzept Slavistik", die ein grundlegendes Thesenpapier zum Selbstverständnis der heutigen Slavistik erarbeitet hat. Die Kommission für Geschichte der Slavistik in Deutschland hat die Herausgabe der "Materialien zur Geschichte der Slavistik in Deutschland" betreut
Der Slavistenverband bemüht sich um Vorschläge für Lehrstuhlvertretungen an den Instituten (bei Beurlaubung, Vakanz etc.); auf diese Weise lassen sich schnell und wirksam Kandidaten/innen für das geforderte slavistische Profil benennen.

Der Slavistenverband veranstaltet den "Deutschen Slavistentag", der seit 1980 durch eine Slavistentagskommission vorbereitet wird. Vorsitzende waren bzw. sind: Prof. Dr. Klaus D. Seemann (1980-1997), Prof. Dr. Sebastian Kempgen (1997-2006), Prof. Dr. Ulrich Schweier (2006-2010), Prof. Dr. Tilman Berger (2011--). Der Deutsche Slavistentag fand zum 1. Mal 1965 in Heidelberg und zuletzt 2015 in Gießen statt. Bei der Vorbereitung und Durchführung des Slavistentages wurde auch Zusammenarbeit mit dem "Bundesverband der Lehrkräfte der russischen Sprache an Gymnasien und Hochschulen e. V." praktiziert, der zeitweilig Mitveranstalter der "Deutschen Slavistentage" war.

Der Verband organisiert ferner die Teilnahme der deutschen Slavisten und Slavistinnen am Internationalen Slavistenkongress. Siehe Dt. Slavistenkomitee.

4) Bulletin der Deutschen Slavistik

Der Verband gibt das jährlich erscheinende "Bulletin der Deutschen Slavistik" heraus. Jedes Mitglied erhält ein gedrucktes Exemplar kostenlos; es ist zudem online frei verfügbar (Open Access). (Teile 1, 2, 3, 4.)

www.slavistenverband.de